Dienstag, 30. August 2011
Ein Dudelsack ist doch keine Audiokassette... oder?
Ein Instrument kann gespielt worden sein, wird also gespielt. Man bespielt ein Instrument nicht wie eine Audiokassette. Oder übersehe ich da was?
Montag, 29. August 2011
Dienstag, 23. August 2011
...dann spiel doch Keyboard!
Eine Pipe (insbesondere warmwind instruments, d.h. mundgeblasene Instrumente) besteht zu 90-100% aus "atmendem" Material, es sei denn man käuft sich eine Plastikpipe mit Plastiksack und Plastikreeds (allerdings bekommt man dann auch einen Sound der Plastik ist). Die Konstitution des Instrument steht und fällt mit der Häufigkeit, mit der es gespielt wird.
Um es mal auf den Punkt zu bringen: Die Pipe ist ein wartungsintensives Instrument. Man muss immer mal wieder Faden an den Verbingsunsstücken (Joints) anbringen oder wieder abnehmen, den Sack dichten, Töne abkleben, Reeds manipulieren (schnitzen, drücken, wässern, etc.) und setzen. Holz, Leder und Wicklungen leben, d.h. es ändert sich bei Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen, sie trocknen aus, wenn man nicht spielt und saugen sich mit Feuchtigkeit voll, wenn man sehr oft spielt.
Man kann sich eine Wasserfalle für 19,- (oder mehr) kaufen oder sich selber eine basteln für 1,- mit Material aus dem Baumarkt, das gleiche gilt für Ventile. (Natürlich gibt es auch Leute, die es mit dem Basteln übertreiben und die den Eindruck erwecken, sie seien mehr am Basteln als am Üben). Es führt kein Weg daran vorbei, sein Instrument kennenzulernen, damit man weiß wie es reagiert, um so besser man sein Instrument kennt, um so geringer wird die Wartungszeit und -intervalle. Und trotzdem kommt man nicht drumherum immer mal wieder das Messer anzusetzen... Aber: Auch ein Musikinstrument kann einen schlechten Tag haben. Dann ist es besser es einfach wieder in der Koffer zu legen, als irgendwelche Operationen durchzuführen, die man später bereut. Das gillt natürlich auch für den Spieler, der einen schlechten Tag haben kann.
Die Great Highland Bagpipe ist kein Plug&Play-Instrument. Wenn einem das nicht passt, soll er Keyboard spielen. So wie es die Leute tun sollten, von denen ich unglaubliche Geschichten gehört habe. Ein Mitarbeiter von Kilts and More (hallo Jörg) hat mir erzählt, dass sich eine Kundin beschwert haben soll, weil sich ihre Pipe immer wieder verstimmt.
Ein anderer hat gar seine Drones festgeklebt, damit diese immer in der gleichen vermeintlich richtigen Stimmposition bleiben. Das verschlägt einem ja glatt die Sprache.
Mittwoch, 20. Juli 2011
McCallum
In Dudelsack-Foren (für GHB) liest man sehr häufig solche Sätze: Meine erste Pipe.... McCallum AbXY...
Nicht nur für die GHb auch für Borderpipes und Smallpipes scheint es in der Szene nur eins oder zwei Hersteller zu geben, die meist für den Intressenten in Frage kommen. Wenn man allerdings mal seine Suche ausweitet stößt man auf viele kleine unbekannte Hersteller, die aber oftmals bessere Instrumente herstellen als die "Riesen" dieser Industrie, die die Instrumente in Fließbandarbeit produzieren. Alle Welt spielt McCallum. Warum? Weil es, man muss es sagen, ein gutes Einsteigerinstrument ist. Mehr aber auch nicht! (Insofern, ich muss das hier alles etwas relativieren, verirren sich die McCallums auch meist in Anfängerhände).
Doch in wie weit wird dadurch der zeitgemäße Sound der Great-Highlandpipe geprägt?
Besteht eine Unterwanderung des schottischen Bagpipe-Klanges durch MacCallum Bagpipes??
Über Klagelieder (Laments)
Da viele Stücke allerdings von sogenannten keenings abstammen, also (irischen) Klageliedern, ursprünglich von Frauen vorgetragen, bleibt die Frage, in wie weit diese Stücke nicht doch eher einen traurigen Charackter besitzen.
Montag, 13. Juni 2011
Sonntag, 29. Mai 2011
Der Dudelsackspieler und der Kilt
Worauf die Frage abzielte war schon klar. Aber auch ähnliche Fragen wie "Und, was trägt der Schotte drunter?" (woher soll ich das wissen, bin ja keiner) oder "Wie geht die Legende mit dem Kilt?" (auch sehr trollig, ich kenne keine Legende mit Kilt, die bescheidene Antwort der Fragestellering war dann auch: Sie spielen nur das Instrument?).
Oder auch geil sind Leute die beim Vorrübergehen sowas fragen wie: "Was die Schotten wohl unter dem Rock tragen?"
Oder am schlimmsten, wenn Sie so tun als wollen sie mit dem Foto unter den Kilt gehen und Fotos schießen.
Ja, sind denn alle Notgeil???!!!
Es fällt einem schwer da oft nicht agressiv zu werden oder ausfallend.
Ein für allemal: Diese Fragen sind weder komisch noch originell. Ich finde Sie dem Künstler gegenüber unverschämt. Es gehört sich nicht jemanden danach zu fragen, was er unter seiner Kleidung trägt.
Niemand würde auf die Idee kommen den Pianisten zu fragen, was er unter seinem Frack trägt.
Ich bediene keine Klischees. Ich mache Musik in einer Tracht, nicht mehr nicht weniger.
Freitag, 13. Mai 2011
Pipe zu verkaufen
Habe eine D. Naill Pipe anzubeiten.
Alter ca. 15 Jahre.
Modell DN3 (Army Pattern)
Das Blowpipeprojectingmount und die -ferrule haben einen Riss, was sich aber nicht auf die Dichte auswirkt. Außerdem ist das Gewinde der Blowpipe nicht mehr ganz ok, so dass man mit Hemp und Tape das Mundstück anbringen und abdichten muss. Für mich war das bisher nie ein Problem gewesen. Das Mundstück ist gekürzt, es liegt nicht sehr angenehm im Mund, müsste also ggf. ausgetauscht werden.
Die Drones haben einen schönen stabilen klang und wurden von einigen Judges (inkl. Martin Kessler) schon für ihre guten Obertöne gelobt. Die Drones lassen sich ziemlich leicht „bereeden“, d.h. sie laufen mit verschiedenen Reeds sehr gut.
Die Pipe kommt mit einem Zipperbag und schwarzen Seidencords.
Keine Reeds, kein Chanter.
NP: liegt derzeit bei ca. 1100,- €
Preis auf Anfrage.
Außerdem habe ich massig Chanterreeds in verschiedenen Stärken.
Stück 5,-€ + PP.
