Mittwoch, 23. Juni 2010

Der Bordun

Die Dinger, die man auf den Schultern der Dudelsackspieler sieht nennt man Drone, im Deutschen Bordune. Das Wort Bordun bezeichnet aber genereller in der Musikwissenschaft einen Halteton. Es gibt verschiedene Formen von Bordunen: Vokalbordun, Instrumentalbordun, Pedalbordun, rezitierter Bordun, abgeleiteter Bordun, eigentlicher Bordun und noch eine vielzahl kleinerer charakteristischer Unterscheidungen. Sie alle haben eins gemein, sie sind Teil von Typologien der Mehrstimmigkeitsforschung.
Der Bordun wird entweder subsumiert unter die Polyphonie oder er tritt als eigenständige Form der Mehrstimmigkeit auf. Die Definitionen sind weitestgehend gleich und bezeichnen den Bordun als Halteton (eines melodischen Haupttons). Dieser liegt über oder unter dem Hauptton. Da der Bordun aber eine stützende Funktion hat und eine Stütze von unten kommt, einigte man sich darauf, dass der Bordun einen tiefer liegenden Ton bezeichnet.
Nahe dem Bordun wird gerne der Ostinato angesiedelt, dessen Bedeutung ein kurzes, beständiges wiederholen eines Motivs als Begleitung ist.

2 Kommentare:

  1. Weitere Formen der Mehrstimmigkeit sind:
    Polyphonie, Heterophonie und Harmonie. Andere Formen können diesen drei Hauptgattungen meist subsumiert werden.
    Harmonie: zwei gleiche Melodien werden gleichzeitig bis in Detail vorgetragen.
    Polyphonie: unterschiedliche melodische Gebilde werden zeitgleich vorgetragen.
    Heterophonie: auch Simultanvariation genannt; gleichzeitiger Vortrag mehrerer Variationen eins Themas.

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  2. Die Informationen sind entnommen aus dem Text "Zum Begriff Bordun" von Martin Boiko, und aus dem MGG-Artikel von Brandl.

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