Montag, 13. Juni 2011

Du Röhre

Man findet mich auch auf You Tube:
http://www.youtube.com/user/Dastirum?feature=mhee

Sonntag, 29. Mai 2011

Der Dudelsackspieler und der Kilt

"Und was ist, wenn dem Dudelsackspieler der Kilt hochfliegt?" war das Letzte an diesen Fragen, die mir gestellt wurde. Ich wusste aber auch ehrlich nicht, was ich darauf antworten sollte. Insofern lies ich es, zuckte mit den Schultern und lächelte weiter in die Kameras der Fotografen, die von dem Brautpaar und mir Fotos schossen.

Worauf die Frage abzielte war schon klar. Aber auch ähnliche Fragen wie "Und, was trägt der Schotte drunter?" (woher soll ich das wissen, bin ja keiner) oder "Wie geht die Legende mit dem Kilt?" (auch sehr trollig, ich kenne keine Legende mit Kilt, die bescheidene Antwort der Fragestellering war dann auch: Sie spielen nur das Instrument?).
Oder auch geil sind Leute die beim Vorrübergehen sowas fragen wie: "Was die Schotten wohl unter dem Rock tragen?"
Oder am schlimmsten, wenn Sie so tun als wollen sie mit dem Foto unter den Kilt gehen und Fotos schießen.
Ja, sind denn alle Notgeil???!!!

Es fällt einem schwer da oft nicht agressiv zu werden oder ausfallend.

Ein für allemal: Diese Fragen sind weder komisch noch originell. Ich finde Sie dem Künstler gegenüber unverschämt. Es gehört sich nicht jemanden danach zu fragen, was er unter seiner Kleidung trägt.
Niemand würde auf die Idee kommen den Pianisten zu fragen, was er unter seinem Frack trägt.

Ich bediene keine Klischees. Ich mache Musik in einer Tracht, nicht mehr nicht weniger.

Freitag, 13. Mai 2011

Pipe zu verkaufen

Habe eine D. Naill Pipe anzubeiten.

Alter ca. 15 Jahre.

Modell DN3 (Army Pattern)


Das Blowpipeprojectingmount und die -ferrule haben einen Riss, was sich aber nicht auf die Dichte auswirkt. Außerdem ist das Gewinde der Blowpipe nicht mehr ganz ok, so dass man mit Hemp und Tape das Mundstück anbringen und abdichten muss. Für mich war das bisher nie ein Problem gewesen. Das Mundstück ist gekürzt, es liegt nicht sehr angenehm im Mund, müsste also ggf. ausgetauscht werden.


Die Drones haben einen schönen stabilen klang und wurden von einigen Judges (inkl. Martin Kessler) schon für ihre guten Obertöne gelobt. Die Drones lassen sich ziemlich leicht „bereeden“, d.h. sie laufen mit verschiedenen Reeds sehr gut.


Die Pipe kommt mit einem Zipperbag und schwarzen Seidencords.

Keine Reeds, kein Chanter.



NP: liegt derzeit bei ca. 1100,- €

Preis auf Anfrage.


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Außerdem habe ich massig Chanterreeds in verschiedenen Stärken.

Stück 5,-€ + PP.


Donnerstag, 24. März 2011

Beerdigungen

Beerdigungen sind Festlichkeiten, zu denen ich eher selten gerufen werde, um diese musikalisch zu untermalen. Dennoch kommt es vor. Diese Auftritte sind besonders schwierig und erfordern ein hohes Maß an Professionalität. Der Spieler muss sein Instrument kennen. Er muss wissen wie es reagiert und wie sich der Ton ändert (und es darf natürlich nicht auseinanderfallen oder das Ventil versagen oder ähnliches). Das ist insofern wichtig, da man meist vor dem Beginn (um die 30 Min. oder länger) das Instrument schon warmspielen bzw. stimmen muss, und diese Stimmung muss bis zum Auftritt halten. Ein Stimmen während der Performance ist unangebracht. Hinzu kommt die Pietät, die man an den Tag legen muss.
Nun könnte man meinen, was unterscheidet den Auftritt bei einer Beerdigung im Gegensatz zu einer musikalischen Untermalung einer kirchlichen Trauung. Die Antwort: nichts. Denn bei einer Trauung ist das Prozedere das Gleiche und dennoch fühle ich die Beerdigung mehr noch als Herausforderung.

Bei einer Geburtstagsfeier ist es meist möglich auch während der Performance zu stimmen (wenn man es beherrscht schnell zu stimmen und nicht 10 Min. mit dem Schrauben an den Drones beschäftigt ist). Vor dem Auftritt eines Geburtstages ist somit nur ein kurzes Stimmen von Nöten, denn der Auftritt erfolgt i.d.R. direkt nach dem Stimmen und muss meist nur für ein kurzes Set passen, dann kann man wieder stimmen. Das ist während einer Trauer- oder Hochzeitszeremonie nicht möglich.

Der geneigte Leser mag sich nun fragen, warum das so schwierig ist. Die Great Highland Bagpipe besteht zum größten Teil aus Holzelementen, die stark auf Temperatur und Atemfeuchtigkeit reagieren. Ein Verstimmen ist meist die Folge, wenn man längere Zeit spielt (oder nicht spielt) oder Räume wechselt, in denen unterschiedliche Temperaturen herrschen. Insofern muss man wissen, wie das Instrument sich verstimmt, wenn man es nach dem Einstimmen für längere Zeit liegen lässt (wobei nicht gesagt ist, dass es sich verstimmen muss).

Sonntag, 13. März 2011

Storas Òran 2011


Ulli Rieger (rechts) und ich mit Allan MacDonald, Pìobaireachd-Workshop in der Winterwerkstatt Storas Òran 2011.

Storas Òran (SÒ) steht für "Liederschatz", ist eine Winterwerkstatt und feiert dieses Jahr ihr 5 jähriges Jubiläum. SÒ findet jährlich statt in Neu-Anspach und umfasst eine Vielfalt an Kursen rund um schottisch-gälisches Musik- und Liedgut. Die Mittelalterdudelsäcke werden hierbei auch berücksichtigt, deren Szene in Deutschland Jahr für Jahr mehr Interessenten findet. Mit rund 60 Teilnehmern (so hab ich's in Erinnerung) war der Workshop, der von der Dudelsack-Akademie in Hofheim ausgerichtet wird, dieses Jahr ausgebucht. Die Alte Schule Neu-Anspach (BASA) dient dafür als Unterkunft mit Vollpension. Die Kurse starteten morgens um 10 Uhr und endeten Abends um 1700, wobei nach dem Abendessen noch zusätzliche Kurse angeboten wurden, wie z.B. ein Highland-Fling Tanzkurs. Um 10 Uhr gab es einen Einführungskurs in die gälische Sprache, die die Grundlage des Angebots von SÒ bildet, da das Ziel der Schule ist die Verbindung zwischen gälischer Sprache, gälischem Liedgut und schottischer Musik zu vermitteln. Im Anschluss an die Einführung spliteten sich die Kurse. Es gab auf den Tag verteilt Angebote für Tinwhistle, Jigs und Reels für die Highlandpipe/Smallpipe/Reelpipe, Pìobaireachd für Anfänger und Fortgeschrittene, Bòdhran, Mittelalterdudelsack für Beginner und Fortgeschrittene, Atemtechnik, Canntaireachd für Pìobaireachd und Light Music(!), Light Music des 19. Jhd. und viele Tanz-und Gesangskurse mit mittelalterlichen, französischen, bretonischen und natürlich schottisch-gälischen Stücken. Zwischen den Stunden und in den Pausen traf man sich, wartete oder verglich Instrumente, die Lehrer gaben einzelnen Ratschläge und waren generell immer, für jeden und für alle Fragen da.

In der freien Zeit (meist nach dem Abendessen) fand man sich in Gruppen zusammen und musizierte, trank einen wee drum oder zwei oder spielte Tischfußball. Am Samstag Abend gaben die Dozenten ein Abschlusskonzert und im Anschluss daran gab es Session wo jeder etwas vorspielen, -tanzen oder -singen konnte. Diese Gelegenheit wurde auch rege genutzt. Zwischenzeitlich traf man sich zur Zigarette, zum Austausch von Anekdoten und zum neusten Klatsch vor dem Eingang.

SÒ geht nur 3,5 Tage, aber diese haben es in sich. Die ganzen Eindrücke und das Gelernte in dieser kurzen Zeit sind immens und das gilt es erst einmal zu verdauen und zu verarbeiten, letztlich dann umzusetzen.
Dies ist der einzige saisonale mehrtägige (Dudelsack-)Workshop in Deutschland, den ich bisher mehr als einmal besucht habe. Und ich muss sagen, 2012 bin ich wieder dabei.
Feasgar math.

Sonntag, 13. Februar 2011

Lament for Mary MacLeod the Skye Poetess

Mit diesem Video habe ich meinen neuen Camcorder eingeweiht. "Lament for Mary MacLeod", mein favorit unter den Piobaireachd zur Zeit. Wenn gesagt wird "The little Spree" sei der traurigste Piobd., so muss ich wiedersprechen. Kein Tune hat mich mehr bewegt als diese Version von "Mary MacLeod", die ich das erstmal Februar 2010 gehört habe von Allan MacDonald. An den Feinheiten muss ich noch arbeiten, aber die Grundstimmung ist schon gut getroffen :)
Aufgenommen in den neuen Räumlichkeiten der Dudelsack-Akademie in Hofheim (hier die Küche, die andern Räume waren belegt), gespielt auf der Pipe meines ehemaligen Lehrers Peter Brinckmann, der 2003 gestorben ist. Eine Hardie Bj. 1980 und einem Inveran Chanter.


Freitag, 11. Februar 2011

Neues Gebäuder der Dudelsack-Akademie


Seit Januar 2011 hat die Dudelsack-Akademie in Hofheim neue Räume. Weitere Fotos folgen.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Storas Òran 2010



Yeah! Ein halbes Jahr nach "Storas Òran" gibt es nun auch ein Video dazu, dass sehr schön die Atmosphäre dieser Winterschule einfängt. Das Programm für 2011 steht schon. So weit ich weiß findet sie dies mal im März statt. Ausgerichtet wird dieser Workshop von der Dudelsack-Akademie in Hofheim, findet statt in Neu-Anspach und geht 3,5 Tage (mit Vollpension). Neben schottischer (Dudelsack-)Musik wird auch Musik für Mittelalterpfeifen, Neudeutsche-Sackpfeife, Smallpipes und Tin Whistle angeboten, darüber hinaus gibt es viele Kurse, die mit gälischer Sprache zu tun haben, so z.B. Gälisch für Anfänger, gälische Lieder. Die Verbindung von Sprache und Musik steht hier stark im Vordergrund. Tanzkurse werden hier auch angeboten.

Donnerstag, 15. Juli 2010

The MacDonald's Canntaireachd



Neulich habe ich ein neues Video auf Youtube hochgeladen. Es handelt sich hierbei um das Stück "The MacDonalds are Simple" (wobei "simple" wohl falsch übersetzt wurde und eher "special" heißen müsste). Zu finden ist das Stück in der Piobaireachd-Society-Collection Vol. 9. Das ganze wird auf der scottish Smallpipe vorgetragen. Die hier gezeigte Version entspricht dem Campbell-Canntaireachd-Setting. Ich singe zuerst die Urlar, spiele und singe dann die erste Variation gefolgt von der Urlar.
Die Drones sind ein bisschen out of tune, was m. E. aber den Gesamteindruck nicht mindert. Und ja, ich habe noch schwierigkeiten manche Töne in der richtigen Höhe zu treffen. Doch alles in allem, glaube ich, gibt die Performance einen guten Gesamteindruck von dem Gebrauch des Canntaireachd.