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| The Desperate Battle of the Birds |
Sonntag, 23. Juni 2019
Dienstag, 28. Mai 2019
Eigenleben
Ich habe mir vor geraumer Zeit einen Naill Chanter mit Silversole von jemandem gebraucht gekauft
(Rezension siehe hier).
In der Silbersole klackert es, als wäre ein loses Steinchen innendrinn, wenn man den Chanter etwas schüttelt. Beim Spielen hörst man das Klackern nicht.
Nun stieß ich auf folgendes, in diesem Zusammenhang hoch interessantes, Zitat:
"I had a Hardie silver soled chanter circa 1969 that also had the shot pellet rattle. The sole was typical Birmingham hallmarked production. At the time I got it, I thought there was just an errant piece of silver solder rattling about, but a few years later a senior piper told me that adding a bit of metal improved the top hand sound. Nice article on the Sinclair pipe! Thanks — Jay" (Jay C.)
I will keep that in mind :)
(Rezension siehe hier).
In der Silbersole klackert es, als wäre ein loses Steinchen innendrinn, wenn man den Chanter etwas schüttelt. Beim Spielen hörst man das Klackern nicht.
Nun stieß ich auf folgendes, in diesem Zusammenhang hoch interessantes, Zitat:
"I had a Hardie silver soled chanter circa 1969 that also had the shot pellet rattle. The sole was typical Birmingham hallmarked production. At the time I got it, I thought there was just an errant piece of silver solder rattling about, but a few years later a senior piper told me that adding a bit of metal improved the top hand sound. Nice article on the Sinclair pipe! Thanks — Jay" (Jay C.)
I will keep that in mind :)
Mittwoch, 15. Mai 2019
Schüler-Lehrer-Verhältnis, die Wahrheit
Montag, 29. Oktober 2018
Jubiläum
Dieses
Jahr feiere ich ein Jubiläum. Oktober 1998 war die Zeit, in der ich
anfing Dudelsack zu spielen. Seit dem sind 20 Jahre ins Land gezogen.
7 Jahre braucht es, bis man ein Dudelsackspieler ist... lol! Nach 20 Jahren habe ich noch nicht das Gefühl, annährend da zu sein, wo es mal hinführen könnte.
Ich möchte an dieser Stelle nicht komplett ausführen, warum ich anfangen wollte Dudelsackspielen zu lernen. Die Kurzfassung: Nachdem ich mir intensiv zwei Platten mit Dudelsackmusik angehört hatte ("Proud Heritage" von den Black Watch und "La Zampogna" von Unbekannt, eine Sammlung verschiedener europäischer Dudelsackmusiken), wollte ich das auch lernen. Der ausschlaggebende Punkt war, wie sollte es auch anders sein, der Sound.
Weitestgehend
autodidaktisch habe ich 1998 angefangen, mit dem MacEge Lehrbuch und
einer Blockflöte. Das Internet hatte damals noch nicht so seine
Verbreitung wie heute. Die Netzwerke waren schwerer zu knüpfen. Man musste sich noch Kataloge besorgen und dann bei Oliver T., Michael, H., MacEge oder direkt in Schottland mit Brief oder telefonisch bestellen (mit Scheck oder Überweisung). Informationen über die Szene und die neusten Produkte erhielt man über den MacEge Rundbrief oder die Infozeitung der BAG e.V.
Meine Mutter las in einem Zeitungs-Inserat(!), dass jemand zwei Dudelsäcke zu verkaufen hätte, keine drei Dörfer weiter. Ich fuhr hin, sah sie mir an, hatte keine Ahnung und kaufte einen, inklusive Koffer und Practice Chanter für umgerechnet 600,-€. Viel Geld für mich damals als Schüler. Es stellte sich später allerdings als ein sehr hochwertiges und gutes Instrument heraus (ein D. Naill mit hervorragenden Drones, die mittlerweile an eine Schülerin von mir übergegangen ist). Bei meinem ersten Besuch in Breuberg lernte ich den Herrn kennen, der das zweite Instrument erworben hatte. Die Welt ist klein.
Meine Mutter las in einem Zeitungs-Inserat(!), dass jemand zwei Dudelsäcke zu verkaufen hätte, keine drei Dörfer weiter. Ich fuhr hin, sah sie mir an, hatte keine Ahnung und kaufte einen, inklusive Koffer und Practice Chanter für umgerechnet 600,-€. Viel Geld für mich damals als Schüler. Es stellte sich später allerdings als ein sehr hochwertiges und gutes Instrument heraus (ein D. Naill mit hervorragenden Drones, die mittlerweile an eine Schülerin von mir übergegangen ist). Bei meinem ersten Besuch in Breuberg lernte ich den Herrn kennen, der das zweite Instrument erworben hatte. Die Welt ist klein.
Die
ersten Monate dudelte ich vor mich hin, bis eine Bekannte mir die
Kontaktdaten von Benedikt G. in Wiesbaden gab (woher auch immer sie
die hatte). Ich meldete mich bei ihm und nahm meinen ersten
Unterricht. An dieser Stelle vermischen sich die Erinnerungen und ich
kann sie nicht chronologisch eindeutig einordnen. Dann im Sommer 1999
nahm ich an der Sommerschule Breuberg teil, in einem Kurs mit David
J. Kein Jahr später meinte Benedikt, ob ich nicht Lust hätte, auf
einem Wettbewerb mitzuspielen. Keine Ahnung wieso, aber ich meldete
mich wirklich an.
2000 in
Ludwigshaven, BAG Competition. Erster (wirklicher) Kontakt mit der
Szene. Manfred D. nickte mir grüßend zu (ich hatte bei ihm kurz
zuvor einen elektronischen Chanter bestellt), ich schaute hinter
mich, wen er denn gemeint haben könnte. Peinlich. Ich gewann
sämtliche zweite Plätze in meinem Level und war danach angefixt. Es
gab etwas, indem ich scheinbar gut war. Schönes Gefühl. Ob das
langfristig so gut gewesen war, weiß ich nicht. Competitions sind
ein sehr zweischneidiges Schwert.
Am
9.11.01 (ich erinnere mich gut an den Tag, da in es Wiesbaden eine US
Army Base gab, die in heller Aufruhr war, ich aber erst später
erfahren habe, was denn eigentlich los war) sah ich Benedikt das
letzte mal als Lehrer (so habe ich das in Erinnerung).
2002
traute ich mich Peter Brinckmann zu kontaktieren, zwecks Unterricht.
Trauen, weil er einen sehr strengen Eindruck auf mich machte. In
diesem Jahr hatte ich ihn dreimal gesehen und je 3 Stunden Unterricht
gehabt. Und ich habe das erste mal kapiert, was ich denn überhaupt
hier mache. Diese 9 Stunden waren bis dato (und eigentlich auch bis
heute noch) das wertvollste, was ich an Unterricht hatte. Dann,
Februar 2003, ist er an Krebs gestorben. Eine kurze Vita findet man
hier:
http://www.bagev.de/peter-brinckmann-1951-2003-vater-der-deutschen-piping-szene/
Seit
2002 bin ich einmal jährlich für eine Woche ans College of Piping
in Glasgow gefahren. Wobei ich das erste mal am Pipingcenter war, was
mir nicht so gut gefallen hat. Der Unterricht dort war eher
unpersönlich und distanziert. Das Ambiente und die Leute am College
war/waren viel familiärer und gemütlicher. Mittlerweile sind beide Institute fusioniert.
Da es zu dieser Zeit noch kein Skype gab und das Internet immer noch in den Kinderschuhen steckte, habe ich eine Lektion über "Tution by Tape" genommen. Man nahm ein paar Stücke auf eine Audio-Kassette(!) auf, schickte diese ans College of Piping und bekam auf die B-Seite Instruktionen und Kommentare vom Lehrer dort aufgenommen und dann zurückgeschickt.
Da es zu dieser Zeit noch kein Skype gab und das Internet immer noch in den Kinderschuhen steckte, habe ich eine Lektion über "Tution by Tape" genommen. Man nahm ein paar Stücke auf eine Audio-Kassette(!) auf, schickte diese ans College of Piping und bekam auf die B-Seite Instruktionen und Kommentare vom Lehrer dort aufgenommen und dann zurückgeschickt.
Peter
Brinckmann vermittelte mich allerdings vor seinem Tod noch an Martin
K., der im gleichen Jahr in Braemar die Goldmedaille gewonnen hat und
somit der erste Deutsche gewesen ist, der in Schottland einen
wichtigen Preis gewonnen hat. Martin hielt damals in Weikersheim
jährlich einen Workshop mit Arthur Gillies. 2003 war ich dort. Leider war es auch das letzte mal mit Arthur, denn er verstarb im
gleichen Jahr. Stattdessen
organisierte Martin die Arthur Gillies Memorial Competition (die
erste CPA Competition in Deutschland, auch wenn ich damals noch nicht
verstanden habe, was das bedeutet), inklusive einiger kleiner
Workshops bei den Judges der Competition. Auf diesen Events lernte ich
Andy H. und Bernd M. näher kennen.
Die
damalige Szene war überschaubar. Es kamen natürlich immer wieder
neue Spieler hinzu, aber im Advanced/Former Winner Bereich, waren es
immer die Gleichen. Namen, die man heute nicht mehr oder höchst
selten noch hört, die damals eine Konstante bei den Wettbewerben
waren: Dr. Andy F., Andy H., Bernd M., Benedikt G., Stefan R. der
Ältere, Stefan R. der jüngere und seine Freundin (Lara, Laura?),
Klaus L. (der heute Trebsen organisiert), Mark S., Jan T. M.,
Thomas S., Christian G., Stefan W. und die kleine Anna K., die heute (nicht mehr so klein) die erfolgreichste
deutsche Wettbewerbsspielerin in Schottland ist. Sollte ich jemanden
vergessen haben... sorry.
2007
begann ich mit Andy H. den Nachwuchs der HDPD zu unterrichten und
spielte selbst in der Band für 2 Jahre mit. Das war sehr nett, aber
ich musste für mich feststellen, dass das Spielen in einer Band
nicht mein Ding ist. Etwa in diesem Jahr fand ich es an der Zeit, mich
neu einzukleiden und bestellte mir einen maßgeschneiderten Kilt.
Ebenfalls in diesem Jahr wollte ich mein Instrument wechseln und eine
antique Pipe haben. Ich kontaktierte das College of Piping und die
vermittelten mir eine Henderson aus den 1930ern. Nicht viel später
verkaufte Andy H. einen Sheepskinbag, den ich ihm abnahm. Das war ein
Aha-Erlebnis. Das erste mal in meinem Leben, dass ich nicht mehr als
zweimal in 30 Minuten nachstimmen musste. Seit dem kommt mir nichts
anderes mehr unter den Arm.
Ich kann mich nicht genau an den Zeitraum erinnern, aber es muss um 2007 herum gewesen sein, wo ich den Schriftführerposten in der BAG e.V. annahm. Genau in der Zeit, wo es sich herrausstellte, dass der damalige Kassenwart die BAG um (ich weiß nicht mehr genau) ca. 10.000 € betrogen hat. Dieser Fall ist heute noch nicht vom Tisch. Nach zwei Jahren legte ich das Amt nieder und ließ mich wieder 2018 zur Wahl des 2. Vorsitzenden aufstellen, wurde aber nicht gewählt. Das ist ok.
Ich kann mich nicht genau an den Zeitraum erinnern, aber es muss um 2007 herum gewesen sein, wo ich den Schriftführerposten in der BAG e.V. annahm. Genau in der Zeit, wo es sich herrausstellte, dass der damalige Kassenwart die BAG um (ich weiß nicht mehr genau) ca. 10.000 € betrogen hat. Dieser Fall ist heute noch nicht vom Tisch. Nach zwei Jahren legte ich das Amt nieder und ließ mich wieder 2018 zur Wahl des 2. Vorsitzenden aufstellen, wurde aber nicht gewählt. Das ist ok.
In der
Zeit zwischen 2003 und 2008 ungefähr war der einzige Unterricht, den
ich genoss, einmal im Jahr die Woche am College of Piping (CoP). Ca.
2008 hatte ich Unterricht bei Robert Wallace über Skype. Nach einem
dreiviertel Jahr musste ich diesen abbrechen, da ich einfach nicht
verstand, was er von mir wollte. Wir gingen den Pibroch „Lament for
Donald of Laggan“ durch und ich kam mit dieser Stopuhr Mentalität
nicht klar (diese Note länger, aber nicht zu lang, stop, das war zu
kurz, nur ein bisschen länger... etc) außerdem, sang er mir
Passagen vor. Ich meinte dann, diese so auch zu spielen, was wohl
nicht der Fall war, denn Robert war nicht zufrieden... Zeit mich
umzuorientieren. Ich nahm ebenfalls eine Auszeit vom
Wettbewerbsspielen. Ich beschloss Thomas Zöller eine Chance zu geben
und besuchte seine Akademie und buchte dort Unterricht. Ich meinte zu
ihm, dass ich auch Erfahrung im Unterrichten hätte, falls er noch
jemanden bräuchte. Kein Jahr später war ich in der
Dudelsack-Akademie freiberuflich angestellt. Eine Festanstellung 2011
folgte. Seit dem bin ich hauptberuflich Dudelsack-Lehrer.
2010
erwarb ich die Pipe meines verstorbenen Lehrers Peter Brinckmann von
seinem Sohn. Dies hatte was jedi-mäßiges. Der Schüler übernimmt
das Lichtschwert seines Lehrers... Das finde ich sehr romantisch. Die
Pipe ist allerdings sehr tief im Pitch und heutzutage eigentlich
nicht wirklich spielbar. Ich überlege, sie weiterzuverkaufen.
Um diese Zeit suchte ich wieder nach anderen Inputquellen und stieß auf Jori C. aus den USA. Dort buchte ich Skypelessons und begann wieder mit Wettbewerben, 2014 das erste mal in Schottland. Ich gewann in Perth den 2. Platz im Piobaireachd C-Grad. Nicht schlecht für das erste mal.
Um diese Zeit suchte ich wieder nach anderen Inputquellen und stieß auf Jori C. aus den USA. Dort buchte ich Skypelessons und begann wieder mit Wettbewerben, 2014 das erste mal in Schottland. Ich gewann in Perth den 2. Platz im Piobaireachd C-Grad. Nicht schlecht für das erste mal.
2015
erwarb ich von Martin K. zwei MacDougal Pipes und legte die Henderson
zur Ruhe. Martin hing ich immer an den Lippen. Egal was er sagte/sagt,
seine Worte hatten/haben für mich immer Gewicht und ich betrachte ihn als
meinen Mentor in Sachen Sound.
2014 bis
2017 spielte ich jährlich in Schottland auf den Games. Irgendwo
stand ich immer auf einer Preisliste, aber es waren nie
einschlägige Erfolge.
2018: In
diesem Jahr habe ich eine Auszeit von den Competitions genommen und
das erste mal seit 6 Jahren meinen Urlaub wo anders verbracht.
Skandinavien.... auch schön.
Ich habe
Lust wieder auf schottischen Highland Games zu spielen, weiß aber
nicht, wann mich die Muße packt dafür zu üben. Denn nach 20 Jahren
wird man die Competition Type Stücke einfach überdrüssig. Ich
benötige etwas Abstand. Da ich das Instrument unterrichte, haben
meine Finger eigentlich nie Pause und so ist die Gefahr des
„Einrostens“ eher gering.
Im
Oktober habe ich an einem Hörbuch als Leser und Bläser mitgewirkt,
dass irgendwann demnächst rauskommen soll. Für dieses Projekt
konnte ich in Mannheim Aufnahmen für dieses Buch in einem
professionellen Tonstudio machen lassen (der Kommentar meines Stiefvaters dazu: "Klingt das dann besser?" XD). Darüber hinaus habe ich
eine Aufnahme-Session geschenkt bekommen (als Dankeschön für die
Mitwirkung an dem Buch), in der ich quasi meine eigene CD aufnehmen
lassen kann. Wann ich dies in Anspruch nehme, weiß ich noch nicht,
da ich mich dafür vorbereiten muss.
Die
Quintessenz nach 20 Jahren Dudelsack: Man hat viel erlebt, Englisch
gelernt, viele Leute kennengelernt und kurioses erlebt. Man hat sein
Gehör entwickelt, Singen gelernt, seine Feinmotorik geschult und
generell ein Feingefühl für den eigenen Körper entwickelt. Jaja,
klingt sehr esoterisch, is aber so.
Bin
gespannt was die kommenden 20 Jahre bringen.
Einen ganz besonderen Dank schulde ich der ganzen Familie v.B., denen ich in meiner Anfangszeit gehörig auf die Nerven gegangen sein muss, und sie haben es geduldig, ohne zu Murren ertragen... Dankeschön!
Einen ganz besonderen Dank schulde ich der ganzen Familie v.B., denen ich in meiner Anfangszeit gehörig auf die Nerven gegangen sein muss, und sie haben es geduldig, ohne zu Murren ertragen... Dankeschön!
Peine 2018 Review
Mit etwas Verspätung, ein Review des Peine HG, Mai 2018. Aber lieber zu spät als niemals:
20 Jahre Peine Highlandgathering, ein Jubiläum. Ich hatte die Ehre, die Grad 4 und 5 Events zu judgen. Fünf Events galt es zu judgen und ca. 50 Spieler zu bewerten. Die grobe Schnittmenge der Spieler hatte ein ähnliches Niveau, spielerisch wie instrumenten technisch. Das Wetter war hochsommerlich. Es durfte somit kein Grund für Feuchtigkeitsprobleme bei den Instrumenten gegeben haben.
20 Jahre Peine Highlandgathering, ein Jubiläum. Ich hatte die Ehre, die Grad 4 und 5 Events zu judgen. Fünf Events galt es zu judgen und ca. 50 Spieler zu bewerten. Die grobe Schnittmenge der Spieler hatte ein ähnliches Niveau, spielerisch wie instrumenten technisch. Das Wetter war hochsommerlich. Es durfte somit kein Grund für Feuchtigkeitsprobleme bei den Instrumenten gegeben haben.
Was
die Instrumente betrifft, konnte ich beobachten, dass bei vielen die
Top-Hand zu hoch gestimmt war. Das kann zwei Gründe haben:
1.)
Der Chanter ist auf die Band abgestimmt. Bands halten das HA in der
Regel etwas höher, als Solospieler. Aber ein Groß der Teilnehmer
kommt aus dem Bandbereich. Hier wäre es zu überlegen, ob es nicht
Sinn machen würde, sich für solche Events einen Solochanter zu
besorgen.
2.)
Nervosität. Wenn man nervös ist, erhöht man unbewusst den
Spieldruck, was die ohnehin schon sehr hohe Top-Hand noch weiter in
die Höhe treibt.
Dann
gab es einige Spieler, deren Chanterreed zu weich ist. Dies, in
Kombination mit Nervosität, was zu festerem Drücken führt, bringt
die Bottom-Hand-Notes zum Quietschen oder Gurgeln.
Alle
Teilnehmer, mit Ausnahme von einer, waren nicht in der Lage ihre
Drones zu stimmen. Das halte ich den G5 und G4 Spielern nicht vor. Es
ist nur eine Beobachtung.
Die
Drones bilden nicht nur ein Hintergrundgeräusch, sondern müssen
aufeinander und auf den Chanter gestimmt sein, um so die Harmonien zu
den Melodienoten bilden zu können.
Es
gab ab und an den Versuch auf der Bühne nachzustimmen, was ich
diesen Teilnehmern hoch anrechne (was letzten Endes aber nicht
wertungsrelevant war). Dennoch habe ich das Gefühl, dass manche
Spieler, auch welche, die schon länger dabei sind, nicht wissen,
worauf sie hören müssen, wenn sie die Pfeife (nach-)stimmen. Hier
wäre ein Besuch beim Lehrer oder bei jemandem, der ihnen zeigen und
erklären kann, worauf sie beim Stimmen achten müssen, nochmals hilfreich.
Spielerisch
bewegte sich alles in einem recht homogenen Bereich. Was ich
beobachten konnte, sind typische Unsauberkeiten in der Technik. Allen
voran das/die Low Gs bei den Bottomhandmovements wie Grips und Throw
on D. Das LG (beim Grip oftmals das Zweite) wird gerne verschluckt.
Oder die Gracenotes sind in dem Movement nicht alle zu hören bzw.
nicht gleichmäßig. Hier wäre Arbeit an der Konstanz notwendig.
Nicht nur ein Grip muss funktionieren, sondern alle in dem Stück.
Bei
Doublings ist es oft so, dass die Spieler die Gracenotes zu schnell
hintereinander spielen. Das führt zur Überlappung der Gracenotes.
Die Verzierung wird somit unsauber. Hier hilft es das Doubling zu
öffnen, heißt, langsam und kontrolliert alle Gracenotes aktiv und
bewusst nacheinander zu spielen, die in dem Movement vorkommen.
Des
Weiteren wurden kurze (Übergangs-) Noten (16tel/32tel) oft zu kurz
gespielt. Hier wäre eine „Öffnung“ ebenfalls wünschenswert.
Kurz, aber nicht zu kurz, sondern deutlich hörbar.
Beim
MSR war es bei einigen so, dass nicht verstanden wurde, wie man die
Übergänge zu den einzelnen Liedern gestaltet. Während man die
Pause zwischen March und Straths. großzügiger gestalten kann, darf
diese beim Übergang zum Reel nicht zu üppig ausfallen. Ebenfalls
ein Punkt, der mit Erfahrung kommt, aber auch durch Zuhören bei
höher gradierten Spielern und Austausch mit dem eigenen Lehrer
verbessert werden kann.
Sonst
gibt es weiter nichts anzumerken, außer vielleicht einer
Fehleinteilung in Grad 5. Dieser Spieler hätte locker einen Grad
höher antreten können. Und es gab ein Missverständniss der Regeln.
„March mind. 2 Teile“ bedeutet entweder einen zweiteiligen March à la „Highroad to Gairloch“ oder einen mehrteiligen March. Es
müssen aber immer alle Teile gespielt werden.
Einen
Tag nach dem Wettbewerb ist mir aufgefallen, dass ich auf den
Critsheets der Teilnehmer oft eine Formulierung verwendet habe, die
zu Missverständnissen führen kann. Ich war mir zu dem Zeitpunkt
aber nicht bewußt, dass man es anders verstehen kann. Es geht um die
Formulierung „drones off“. Eigentlich heißt das übersetzt
„Drones aus“. Man könnte also meinen, dass die Drones nicht
liefen. Was ich eigentlich meinte, war und eine korrekte Formulierung
wäre gewesen: „drones out of tune“.
Ich
hoffe, die Teilnehmer wissen das zu interpretieren. Da ich ja nicht
taub bin und Spieler und ich wissen, dass die Drones liefen, macht
die Bemerkung „drones aus“ ja auch keinen Sinn.
Aber
warum schreibe ich solch eine Bemerkung auf den Sheet bei einem Grad,
wo es nur natürlich ist, dass die Spieler noch nicht die Fähigkeit
haben, die Pipe zu stimmen? Als Erinnerung daran, dass auch hier
Arbeit notwendig ist. Die Arbeit am Sound ist genauso wichtig und
nimmt oft genauso viel Zeit in Anspruch wie die Arbeit an der
Fingertechnik.
Eine
persönliche Anmerkung meinerseits, die nicht direkt auf das Teilnehmerfeld in Peine zurückzuführen, sonderen eher genereller Natur ist:
Was
mich etwas stört, ist die Wettbewerbsphilosophie mancher Teilnehmer,
die hier in Deutschland öfter zu beobachten ist. Man spiele ja
sowieso nur oder hauptsächlich für den Crit-Sheet.
Man
spielt aber auf einem Wettbewerb um zu gewinnen oder zumindest, um
seine bestmögliche Performance darzubieten. Das, wofür man
(hoffentlich) die letzten Wochen geübt hat.
Der
Judge ist nicht da, um Sheets zu schreiben, sondern um Performances
zu bewerten und einzuordnen/-sortieren. Sheets schreiben kann auch
der Lehrer.
Ein
Sheet hat sowieso nur geringe Aussagekraft. Meist weiß man ja, woran
es hapert. Man kann als Judge nur oberflächliche Tips geben, aber
nicht in die Tiefe gehen. Dafür ist die Comp.-Plattform auch nicht
da.
Man
muss sich aufnehmen und dann die Aufnahme mit dem Lehrer durchgehen
mit zur Handnahme des Sheets, um wirklich was aus der Sache
herausziehen zu können.
Montag, 8. Oktober 2018
Tonstudio 2018
Letzen Samstag war ich in Mannheim im Tonstudio von Jan Kalt, um mit der Tanja Köhler ein Hörbuch ("Das Jahr als ich anfing Dudelsack zu spielen" von T.K.) aufzunehmen. Meine Rolle dabei, als Bläser und Leser. Das Buch hat nur vordergründig was mit Dudelsackspielen zu tun. Die Zielgruppe sind allerdings nicht die Dudelsackspieler dieser Welt, sondern die +40er, da es sich eigentlich um einen Ratgeber handelt, zur Veränderung des Lebens, und der Dudelsack dort nur den Rahmen bietet, nicht aber die Hauptrolle spielt.
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| Jan, Jan und die Tanja |
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| Recording some tunes. |
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| Die Finger sehen schneller aus als sie sind ;) |
Mittwoch, 12. September 2018
Datenfuck
Ich habe es endlich geschafft eine Datenschutzerklärung und ein Impressum hier in den Blog einzubinden. Wehe es liest sich nicht jeder, der hier die Seite besucht, diesen Scheiß durch!
IMPRESSUM
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Erstellt mit Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke
Mittwoch, 7. März 2018
D. Naill
Ich habe neulich einen kleinen Schatz
erworben. Wobei ich sagen muss, dass der Schatz eher mich gefunden
hat, als ich ihn. Ein mir unbekannter Pfeifer, der allerdings mit
Martin Kessler in Kontakt war, von dem ich wiederum die MacDougall
Sets erstehen konnte, kam auf mich zu und fragte, ob ich wen kennen
würde, der Interesse an einem ältern D.Naill Chanter ABW mit
handgravierter Silbersole hätte. Natürlich kannte ich jemanden.
Mich. Ich bin immer interessiert an so etwas. Was meiner
Haushaltskasse nicht sehr gut tut. Aber was soll man machen.
Natürlich ist es immer ein Risiko ein
Instrument zu kaufen, das man vorher nicht ausprobieren konnte. Da
ich nun aber selbst schon seit geraumer Zeit Naill
spiele,verschiedene Naill Chanter aus verschiedenen „Epochen“ in
der Hand hatte und die Chanter aus dieser Zeit (End 1990er)
eigentlich sehr gut sind, habe ich zugeschlagen. Wobei die
Silbersole, ich würde sagen, 50% vom Preis ausmacht. Die Sole ist
handgraviert und laut Whitney, der diesen für seinen Lehrer verkauft
hat, von Hardie montiert (ich hoffe, ich habe da nichts falsch
verstanden, ist aber auch nicht weiter wichtig).
![]() |
| D. Naill Chanter. Ja, das ist ein Toneprotector. |
Der Chanter kam unbeschädigt bei mir an. Ich habe als erstes mein aktuelles Reed genommen, welches ich in meinem andern Naill Chanter in Benutzung habe und ihn gleich mal ausprobiert, nur um dann ernüchtert festzustellen, dass das F flach ist. Hm... ein anderes Reed probiert, gleiches Problem. Scheiße. Ein Drittes genommen und siehe da, alles passt. Komisch. Der Chanter scheint sehr wählerisch zu sein, mit welchem Reed er gespielt werden will.
Nach ein paar Sessions mit dem Chanter,
muss ich sagen, er hat seinen ganz eigenen Charme. Ich musste ihn
natürlich feintunen (bin immer noch nicht fertig damit) und er
selbst musste sich wahrscheinlich auch erst mal aklimatisieren. Die
Problemnoten E und C waren zu hoch. Das B ist für meinen Geschmack
etwas zu tief (was für Naill Chanter aus der Zeit aber typisch zu
sein scheint). Jedoch kommt das B mit etwas mehr Druck, als ich es
für bequem empfinde. Das gleiche gilt für das HA. Oder kurz
zusammengefasst: Der Chanter benötigt mehr Druck als ich es für
angenehm empfinde und gewohnt bin. Aber das ist ja kein Nachteil,
zumal mir sowieso nachgesagt wird, dass ich unterblase. Das HG ist...
naja.... HG eben.... schwer zu bekommen, sprich in Tune zu kriegen.
Wie gesagt, an dem Feintuning arbeite ich noch.
![]() |
| Handgravierte Silbersole, Thistle-Motiv. |
Der Sound ist sehr speziell, wie ich
finde. Für einen Solo-ABW-Chanter ist er, trotz eines relativ
weichen Reeds, sehr crisp in der unteren Hand (LG), was optimal ist.
In der oberen Hand werden die Töne weicher, ohne an Brillianz zu
verlieren. Das HA gefällt mir sehr gut.
Der Gesamtklang würde ich als
weich und süffig charakterisieren. Der Chanter harmoniert mit den
MacDougall Drones sehr gut. Dennoch erkennt man das Alter des
Chanters an seinem Pitch (LA ca. 473hz). Dieser ist deutlich tiefer
als das neuere Modell (BJ ca 2012), was ich habe (LA ca. 477hz). Also
gut 4hz Differenz. Dies wird mir in einem Wettbewerbsumfeld
wahrscheinlich eher zum Nachteil werden.
Ich habe es bisher nicht geschafft mit diesem Chanterein
Video aufzunehmen. Werde das aber nachholen.
Allein schon um Whitney zu zeigen, wie er klingt. Wann, weiß ich
allerdings nicht.
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