Dienstag, 16. Juni 2015

Upgrade

Vor einer Woche habe ich mir ein Upgrade gegönnt. Ich bin nun stolzer Besitzer zweier sehr guter Instrumente. Dabei handelt es sich um eine Gavin MacDougall (Bj. ca. 1905) und eine Duncan MacDougall (Bj. ca. 1890), beide gestamped.

Zwei Pipes, ein Familienname, dafür zwei Charaktere wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die sich auch in der Bauweise widerspiegelt. Die D.MD. ist sehr leicht (Holz ist nicht genau bestimmtbar, würde aber ABW tippen), was u.a. an der sehr dünnen Bohrung liegt. Diese liegt angenehm auf der Schulter, ohne nach Unten zu drücken. Ein sehr zierliches Instrument, sehr fein und sauber verarbeitet und sehr gut erhalten. Die G.MD. dagegen ist sehr üppig und schwer mit großen Verzierungsringen und breiteren Wänden. Ein Feature dieser Pfeife sind ihre mit Messingringen durchzogenen Tuningchambers, die das Holz wohl vor dem Ausleihern schützen sollen.

Gavin MacDougall, ca. 1905
Die physischen Eigenschaften der Pipes spiegeln sich auch in deren Klang wieder. Die D.MD. geht mehr in die Höhen mit starken Obertönen, weniger in die Breite, ist gut geeignet für einen leiseren Chanter. Dieses Instrument ist äußerst stimmstabil.

Die G.MD. hingegen klingt wie sie aussieht, breit und schwer, sehr voluminös, aber auch sehr füllend. Die Höhen fehlen ihm dennoch nicht. Auch dieses Instrument ist sehr stabil in der Stimmung, wobei nach einer Woche Spielen, ich das Gefühl habe, dass die D.MD. stabiler ist.

Duncan MacDougall, ca. 1890.
Da beide Instrumente sich noch in der Einspielphase befinden, weil sie länger nicht gespielt wurden, kann ich genaueres erst in ein paar Wochen sagen. Auch möchte ich natürlich Klangbeispiele beider Pipes liefern. Ich werde diese dann auf Youtube stellen und hier verlinken. Ist ja klar. Benötige aber noch Zeit, um mit ihnen vertraut zu werden und sie einzuspielen. Bilder gibt’s auf jeden Fall schon ;)

Brasslines in der G.MD.

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