Sonntag, 5. Mai 2013

Festigung der Basis... :/

Peine 2013. Eine Erfahrung. 360 km, ein Gutteil davon über die A7... Die ist echt nervig. Nunja morgens um 6 geht das noch. Zurück ging es auch, aber 2km frei, 2km Baustelle und das über eine Distanz von (keine Ahnung) gefühlten 100 km ;) 
Ich dachte mir, gibs dir einfach mal. Um 0930 angekommen, etwas später als berechnet, empfing mich Sonnenschein in Peine. Nach der ersten Besichtigungsrunde musste ich staunen über die vielen Stände. Peine ist bestimmt doppelt so groß wie Xanten (also das Festgelände). Den überarbeiteten Zeitplan gecheckt und festgestellt, ich hab noch 2 Stunden. Also erstmal Kaffee trinken. Umziehen, Einspielen, um 1220 erster Event MSR:
M: Donald MacLellan of Rothesay: Lief gut, kam gut durch, hatte einen guten Swing, aber an der Betonung kann man wohl noch arbeiten.
S: Ewe wi the crookit horn: Guter Übergang, kam gut durch.
R.: DJS Murray: Jaja... Verspieler im zweiten und dritten Teil :/

Ergebnis: 3. Platz von 8 Spielern.

Dann hieß es 1,5 Stunden warten bis es weiterging mit HP/Jig:
HP: Man from Skye: Der einzige Tune mit dem ich mich sicher und wohl fühle. Kam gut durch. 4. Teil starke Unsicherheit, die man wohl auch hören konnte. 
J: Curlew: Kam ebenfalls durch, aber auch hier starke Unsicherheit.

Ergebnis: 3. Platz von 8 Spielern.

Diese schönen Umhänger gabs als Belohnung :)

Alles in allem war mir die Nervosität im Weg. Gerade beim HP/Jig hätte ich mehr rausholen können, wenn die Unsicherheit nicht gewesen wäre. Nun ja und der Verspieler im Reel hat mich wohl auch noch einen oder sogar zwei Plätze gekostet. Auch mein Sound hat zur Verunsicherung beigetragen, da ich mit dem Chantersound nicht wirklich zufriden war.

Insgsamt aber eine schöne Veranstaltung, gut organisiert. Für mich aus zwei Gründen aber weniger interessant: 1. Zu weit weg; 2. Kein Piobaireachd im Angebot. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr wieder komme.

Noch knapp 1,5 Monate bis Xanten. Ich weiß woran ich arbeiten muss. Da muss doch noch mehr zu holen sein ;)


Dienstag, 30. April 2013

A short note on Echo Beats

There is no such thing as a long E, B, throw on D in the Echo Beats.
The Canntaireachd says clearly: che-re-de and not che-re-n-de (in case of the Echo Beat on E).

Why should Campbell be so inaccurate in this case?

Sonntag, 21. April 2013

World online P&D Championchips 2013 April

Es freut mich berichten zu dürfen, dass ich bei der diesjährigen Bagpipelesson.com World Online P&D Championchips in den angetretenen Kategorien im Grad 3 jeweils den 1. Platz belegen konnte! Außerdem habe ich den 2. Platz als Overallwinner des Grad 3 belegt.

Meine Tunes:
Hornpipe: Man from Skye (Judge: James MacHattie; 7 Teilnehmer).
Piobaireachd: The Little Spree (Judge: James W. Troy; 8 Teilnehmer).




Samstag, 16. März 2013

Triumph !

Trotz Nachwirkungen meiner Erkältung habe ich es gewagt auf der BAG-Comp. in Friedberg teilzunehmen, und muss sagen, dafür lief es sehr gut. Das Feld war in allen Leveln sehr groß und das Niveau sehr hoch. Da hat sich einiges getan in den letzten 10 Jahren. 

Die Competition war sehr gut organisiert. Die Location sehr gut. Die Cafeteria vielleicht etwas zu klein ;) aber, da konnten die Organisatioren ja nichts für. (Ich hätte mir von dem Catering allerdings noch Obst im Angebot gewünscht... ansonsten war auch das super). 
Wir hatten hochkarätige Judges: Willie MacCallum und Roddy MacLeod, die selbstverständlich noch ein Recital gegeben haben nach den Events am Samstag abend. Insbesondere Roddys Pipe life zu hören war ein Hochgenuss. 

Ich trat an in dem Advanced-Level und spielte an diesem Tag Hornpipe-Jig und Piobaireachd. Die Pipe war in einer super Kondition. Chanter und Drones liefen perfekt und absolut steady. Im HP/Jig Event spielten insgesamt 11 Teilnehmer. Trotz eines guten Gefühls meiner Performance, habe ich hier nur der 5. Platz belegen können. Die Hornpipe lief zwar gut aber der Jig bedarf an Arbeit. Vielleicht sollte ich den austauschen. Der Piobaireachd lief sehr gut, trotz zwei kleiner Chokes in den Variationen und eines Slips. Von insgesamt 4 Teilnehmern konnte ich den 1. Platz für mich beanspruchen. D.h. spätestens ab der nächsten Saison muss ich im Piobd. eine Stufe höher spielen (wo man 3 Stücke angeben muss und der Judge einen auswählt, die Konkurenz ist in dieser Stufe natürlich auch stärker).

Die Events am Sonntag musste ich leider auf Grund des Wintereinbruchs ausfallen lassen, da ich mit dem Auto nicht aus dem Hof hinaus kam... Ärgerlich, aber auch nicht weiter tragisch.

1. Platz im Piobaireachd-Event der BAG-Comp. in Friedberg, 2013.


Und hier das Video mit meiner Piobaireachd-Performance, "The Little Spree":






Willie MacCallum beim Recital.

Samstag, 23. Februar 2013

Das Kreuz mit dem Kreuz

In seinem Lehrbuch für den schottischen Dudelsack wies Herr Ege bereits darauf hin. In letzter Zeit wird mir immer klarer, dass die Notation für die GHB eigentlich falsch ist und 2 Kreuze bedarf.

Da die GHB durchaus in der Lage ist sowohl C & F als auch Cis und Fis zu spielen, sollte dies am Anfang der Stücke auch so angemerkt werden.

Das Problem ist, dass C&F zwar auf der GHB spielbar sind (mit Gabelgriffen), und das heute auch praktiziert wird), aber lange Zeit waren diese Töne verpönt. Auch noch bis spät ins 20 Jahd. hinein wurden Stücke mit diesen Noten und auch anderen unüblichen Verzierungen wie Slides und Vibrato etc. verachtend als Kitchenpiping bezeichnet. In der Irischen Musik, die mit der Schottischen sehr stark verwandt ist, kommen all diese Töne und Verzierungen vor und gehören einfach dazu.

Warum die Schotten wieder mal so engstirnig sind und diese "die-maccrimmons-haben-das-so-nicht-gespielt-und-wir-spielen-das-deshalb-auch-nicht"-Mentalität an den Tag kommt, bleibt mir völlig unverständlich.

Das ist in etwa so, als wenn die Klavierspieler sagen würden: Wir benutzen nur die schwarzen tasten, und benennen sie CDEFGAHC, die weißen brauchen wir nicht.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Kunststoff II

Der neue Bag ist da. Er lies sich problemlos und einfach einbinden. Nach der ersten Session mit dem neuen Setup habe ich folgende Eindrücke. Alle, in dem andern genannten Post, geäußerten Bedenken erwisen sich als hinlänglich. Die Blowpipe hat genau den passenden Winkel, dadurch, dass der Stutzen für den Stock an sich schon leicht angwinkelt war und nicht wie z.B. beim Banntyne-Bag gerade nach Oben zeigt. So zieht die Blowpipe auch nicht gegen die obere Zahnreihe, sondern liegt angenhm im Mund.
Die Baggröße ist super, sowohl von der breite als auch von der Länger her optimal aufeinander abgestimmt. Ich habe einen Extended-Small gewählt, da ich erfahrungsgemäß mit kleinen Säcken besser klar komme.
Der Sack ist dicht. Bei der ersten Session habe ich das Kanister-System drausengelassen und nur das Moose-Valve als Watertrap drinne. Auch nach 20 Min. Spielen waren die reeds nicht feuchter als bei Sheepskin. Das fand ich beachtenswert. Bei der nächsten Session werde ich den Kanister mal einbauen. Auch ein Versuch mit der Falk-Watertrap werde ich starten, bei Gelegenheit.
Etwas ungewohnt ist das Strike-In und der Cut-out, beides bedarf mehr Fingerspitzengefühl als beim Schaf. Dronevalves könnten hier vermutlich Abhilfe schaffen. Diese werde ich mir jetzt allerdings nicht zulegen. Ein weiterer Nachteil bei einem Bag mit Zipper und Kanister: Man benötigt ein Cover mit Zipper und ein größeres Case.
Ansonsten ist miein erster Eindruck, sehr positiv. Für ein Instrument, dass man nur unregelmäßig spielt und auch mal 2 Wochen liegen lässt, ist dieser Bag eine sehr gute Wahl gewesen und das Beste an Synthetic-Bag, der mir bisher untergekommen ist. Für jemanden, der auf Leder verzichten will (aus welchen Gründen auch immer), würde ich den Ross Suede empfehlen.

Montag, 18. Februar 2013

Competitions 2013

Die Wettbewerbssaison startete erfolgreich mit dem BAG-Northernmeeting in Hamburg im Januar (siehe älterer Post). Vier weitere werden in diesem Jahr folgen (5 sofern die Organisatoren wieder was organisieren).

Im März findet die BAG-Competition in Fiedberg (ehemals Karlsruhe) statt und gleich im April folgt die erste bagpiplessons.com Onlinecompetition dieses Jahr statt. Mit folgenden Stücken möchte ich an den Start gehen:

MSR: Donald MacLellan of Rothesay/ The Ewe wi' the crookit horn/ Lt. Col. D. J. S. Murray
HP/Jig: The Man from Skye/ Barbara's Jig (oder Allan MacPherson of Mosspark).
Jigs: Barbara's Jig/ Allan MacPherson of Mosspark/ The Curlew (oder evtl. Donald Willie and his Dog)
Piobd: The Little Spree

Das Instrument läuft. Die Drones sind der Knaller. Mit dem Chantersound bin ich immer noch nicht ganz zu frieden. Es ist so schwer gute Reeds zu finden.

Mein Ziel: Ganz klar. Die Erfolge der letzten beiden Competitions ausbauen. Die Chancen dafür stehen gut :)


Ein Bild aus vergangenen Tagen: Eichtersheim/Angelbachtal Pibroch Comp. (im Regen) 2008.

Kunststoff

Oh NEINNN.... Ich hab's getan. Jahrelang gesträubt und nun doch gemacht.
Ich habe mir mit vollem Bewusstsein ein Synthetic-Bag besorgt... Schande über mein Haupt.
 Es wird einer von diesen roten Rossbags (Ja! Mit Kanister.)

Der Hauptgrund für diese Schandtat: Wenn man 2 Sets Pipes zu bedienen hat, kommt halt meist einer immer zu kurz. D.h. einer liegt dann halt auch mal 2-3 Wochen rum. In dieser Zeit trocknet der Bag aus, dann muss man vor dem Spielen wieder den Sack dichten und in der Zwischenzeit trocknet der andere Bag wieder aus. Dies war ich leid. Für meine Zweitpipe gibt es einen Kunststoffbag, so dass ich diese halt auch mal ne Weile liegen lassen und dann ggf. nach 2 Wochen wieder aufnehmen und drauf losspielen kann, ohne das ganze Dichtprozedere vorher.

Verschiedene Sorgen bereiten mir Kopfzerbrechen: Bisher waren meine Erfahrungen mit Kunststoffbags nicht so dolle. Der Bannatyne z.B. schluckt irgendwo Luft. Auch wenn er komplett dicht ist, hat man das Gefühl irgendwo eine vierte Bordun laufen zuhaben.
Die reinen Kunststoffsäcke liegen zu dem echt beschissen im Arm, wie eine Einkaufstüte. Gut dagegen helfen die Hybridsäcke mit Lederhülle, so einer ist der Rossbag.
Aber das was mir am meisten Sorgen bereitet ist die Position der Blowpipe, deren Stutzen meist nicht in dem Winkel angelegt, dass das Mundstück gut im Mund liegt, so dass es die Anschaffung einer Gelenkblowpipe erfordert...
Gut das sind Vorurteile, die es zu bestätigen oder zu widerlegen gilt.

Der Bag ist noch nicht da. Sobald ich ihn getest habe, schreibe ich hier mal einen kurzen Bericht drüber.

Freitag, 15. Februar 2013

MacDonald of Kinlochmoidart No. 2

Das Ergebnis von drei Tagen Stòras Òran: Es ist die canntaireachd Version des obengenannten Stücks. Ich habe die Silben beigefügt zum Mitsingen. Allan hat uns das Stück gezeigt und in einem anderen Kurs haben wir den Canntaireachd dazu gesungen.

In dem Video ist allerdings nur die Urlar zu hören.






Montag, 11. Februar 2013

Stòras Òran 2013

Stòras Òran (Liederschatz; SÒ), die Winterwerkstatt der Dudelsack-Akademie ging 2013 in die 7. Runde. SÒ versucht die gälische (Lied- und Sprach-)Kultur mit der Musik (nicht nur) des Dudelsacks zu verbinden. So gibt es morgens einen Einführungskurs in die gälische Sprache bei Michael Klevenhaus aus dem Deutschen-Zentrum für Gälische Sprache und Kultur in Bonn. In weiteren Kursen mit Michael werden gälische Lieder gesungen (Poirt a Buil/ Walk- und Arbeitsliederlieder oder Baladen) und ein weiterer Kurs bringt direkt den Dudelsack mit der Stimme zusammen.

Jelena Haramis Tanzleiterin (cert.) für Folklore des DBT und geprüfte Lehrerin für Irish Step und Ceili (W.I.D.A. TCRG). Sie bringt den Schülern u.a. Highland Fling und Reels bei, was für den Spieler wichtig ist um die Musik (Strathspeys/Reels) besser zu verstehen. Aber auch Nicht-Piper dürfen tanzen ;)

Da die Dudelsack-Akademie aber auch Mittelalterlichen Dudelsack unterrichtet, gibt es auch ein breites Angebot in diese Richtung. Lehrer ist Brian Haase von der MA-Band "Fabula".

Bei Guido Plüschke kann man die irische Rahmentrommel (Bodhran) erlernen.

Thomas Zöller und Allan MacDonald sind für die Schotten-Fraktion zuständig und unterrichten Atemtechnik, Light Music des 19. Jhd., Jigs&Reels, Slow Airs, Piobaireachd und Canntaireachd (letzteres in Korelation zueinander, sprich die Stücke, die in der Cant.-Klasse gesungen wurden, wurden dann in der Piobd.-Klasse auf dem Instrument gespielt).
Wert wird vor allem auf die Oral-Aurale-Vermittlung gelegt. Wenn es irgend wie geht, wird auf Noten verzichtet und durch Zuhören, Zusehen und Nachspielen/-singen gelernt.

Der Ort, an dem das alles in 3,5 Tagen stattfindet, ist das schöne Gebäude, der BASA in Neu-Anspach, das auch als Unterkunft für alle dient.

In den Abendstunden bleibt genug Zeit für Sessions, Fachsimpeleien oder einfach gemütliches Beisammensein bei einem schönen Glas Single Malt.

Die Vielzahl an Instrumenten, die die Leute mitbringen und spielen, ist jedesmal wieder schön zu hören.


Brian (an der Trommel, leider nicht im Bild) und ich am "wummern" ;) (Foto by J. Haramis)