Ein aktuelles Video eines Sets an dem ich gerade arbeite. Dr. MacInnes Fancy + The Stool of Repentance. Viel Spaß.
Hier noch ein Soundsample einer Lawrie aus den 70ern. War ein Fehlkauf. Habe sie aber wieder verkaufen können, ohne Verluste (wenn man von einem Satz alter Reeds absieht).
Beide Videos wurden in den schönen Räumlichkeiten der Dudelsack-Akademie, Hofheim a.Ts., gemacht.
Montag, 27. April 2015
Montag, 6. April 2015
FOR SALE
Verkaufe eine gut erhaltene G&M Pipe (stamped), ABW, Nickel
Ferrules&Imt. Ivory Projecting Mounts. Nickel wurde vor kurzem
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schamanx23[at]freenet.de
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Freitag, 20. Februar 2015
Donnerstag, 15. Januar 2015
Wintercompetition 2015
Wintercompetition 2015 in HH war sehr
durchwachsen, was meine Leistungen anlangt. Die Competition selbst
war wieder sehr gut organisiert mit hervorragendem Catering, in guter
Location und netter Atmosphäre am Samstagabend im „Einstein“.
Die Reise mit der Bahn begann schon
gut. Nach dem der Zug überpünktlich losgerollt war, strandete ich
nach 3h in Hannover. Keine Verbindung zwischen Han. und HH wegen
Sturm. Geil... Ein Freund von mir wusste, dass es eine Busverbidnung
zwischen Han. und HH gibt und suchte mir die Zeiten raus. Nach ner
Stunde Wartezeit, saß ich dann für 2h im Bus. Für den Rückweg
habe ich mir dann eine Mitfahrgelegenheit gesucht, da ich nicht
nochmal das Risiko eingehen wollte irgendwo zu stranden.
Der Samstag lief dann relativ gut über
die Bühne inklusive meinem starken Fach „piobaireachd“. Im
Former Winner Level traten (mit mir) nur insgesamt 3 Spieler an. D.h.
der 3. Platz ist einem auf jeden Fall sicher. Insofern war der HP/Jig
Event auch sehr entspannt. Auch der Pibroch lief sehr gut. Und hätte
es hier keinen Abbruch gegeben, wäre ich wohl nur auf dem 2. Platz
gelandet. Aber so konnte ich mir die Flasche Glenfiddich sichern.
Auffällig am Samstag waren einige
Schniefnasen, die meinten trotz Erkältung auftauchen zu müssen. So
war es nicht verwunderlich, dass ich mich am So. sehr
niedergeschlagen gefühlt habe, was letztlich am Mo. in einer
Erkältung ausartete.
Bei der 6/8 Challange konnte ich mich
gut halten und war sehr zufrieden mit der Performance. Der MSR Event
lief (als letzter Event) entsprechend schlecht. Das muss man erst mal
schaffen: Von 3 Teilnehmern nicht in die Preisliste zu kommen (ohne
abgebrochen zu haben).
Die Gesamtwertung für mich fiel sehr
durchwachsen aus:
1. Platz Pibroch
3. Platz HP/Jig
3. Platz 6/8 Chlng.
N.N. im MSR
Samstag, 29. November 2014
Reviews Balance Tone Reeds
Reeds die Zweite. Wenn
die X-Treme Reeds nichts für mich sind, was sind denn dann meiner
Meinung nach gute Reeds? Für den Fall, dass sich das jemand nach
meinem letzten Review (siehe hier)
mal gefragt hat, versuch ich hier Antwort zu geben.
Im Jahr 2013 war ich das
erste mal seit 12 Jahren wieder auf der BAG-Sommerschule in Breuberg,
Odenwald, und landete in der Klasse von Bruce Hitchings. Der hat es
sich in dieser Woche natürlich nicht nehmen lassen, tatkräftig
Werbung für seine Produkte (Balancetone Reeds und sein MCS) zu
machen. Ich hatte schon Erfahrungen sammeln können mit seinen Reeds.
Damals (ca. 2006/07) kam ich nicht mit ihnen klar. Warum, weiß ich
nicht mehr. In der Sommerschulwoche ist man ja aber generell sehr
experimentierfreudig und so habe ich mal ein Set ausprobiert, mit der
Chance die Reeds zurückzugeben, falls sie nicht gefallen.
Innerhalb dieser Woche,
wusste ich auch nicht so genau, was ich von diesen Rohrblättern
halten soll. Aber im Gegensatz zu den X-Treme Reeds, haben die
Balance einem das Gefühl gegeben, sich näher damit zu beschäftigen
zu müssen und sie mal ne Weile (länger als eine Woche) zu spielen.
Aus dieser Weile wurde mittlerweile 16 Monate, und ich bin beim
zweiten Set, der Neuauflage (von denen ich auch noch sprechen muss).
Im Sommer konnte ich mit diesen Reeds in Schottland auf einigen Games
in die Preisliste kommen (in Perth sogar auf Platz 2 im Piobaireachd
C-Grade). Vorher hatte ich die Ezeedronereeds drinne, die ich auch
noch sehr schätze, aber seit dieser Zeit nicht mehr gespielt habe.
Insofern beziehen sich meine Vergleiche hauptsächlich auf die Ezees.
Optisch muss man sagen,
hat sich Bruce nicht sonderlich Mühe gegeben. Farbe und Form lassen
eher Ästhetiklegastenie vermuten. Am Ende ist das aber egal, da
die Teile ja eh in den Bordunen stecken.
Bevor ich zum Klang
komme, muss ich anmerken, dass ich in der Bass ein Cane Reed spiele
und somit nur die Tenorreeds zum Einssatz kamen.
Was die Reeds auszeichnet
ist ihr obertonreicher Klang, wesentlich weniger dumpf als die Ezees,
viel klarer und sonorer.
Ein schönes Feature, was
ich erst später entdeckt habe und seit dem gerne bei Auftritten
anwende, ist die weiße Schraube am Ende der Reeds, mit der man die
Luftzufuhr regeln kann. Das heißt, man kann sie auch komplett
abstellen, so dass diese nicht klingen. Das hat den Vorteil, dass man
keine Korken benutzen oder die Bordun mit der Hand stoppen muss. Und
auffallen tut es auch keinem.
Zum Thema Lufteffizienz:
Die Reeds halten, was Bruce verspricht. Sie benötigen sehr wenig
Luft und halten auch nach einem Shut-off dicht. Das Strike-In
funktioniert so gut, dass man den Bag nur noch anstupsen muss damit
die Reeds anspringen.
Jetzt komm ich zum
Besten, was die Reeds können: Die Einstellmöglichkeiten mit der
Bridle sind genial. Egal wie weit ich die Bridle in eine Richtung
verschiebe, der Luftverbrauch ändert sich nicht und dennoch kann man
so die Position der Bordune verändern (falls man z.B. mit dem
Stimmzug der Reeds die Grenzen erreicht hat). Absolut Top!
Mittlerweile sind die
Reeds weiterentwickelt worden. Bruce hat den Durchmesser der
Tenorreds vergrößert. Die Reeds sind nachwievor tonal sehr gut,
haben aber etwas an Brillianz im Klang verloren, so dass das
Vorgängermodell das bessere ist.
Fazit: Für gutes Geld
(ca. 75,- €) bekommt man hier, meines Erachtens, mit die besten
Reeds, die zur Zeit auf dem Markt erhältlich sind. Ich möchte mich
nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich wage zu sagen, wenn
eine Marke an Plastikreeds behaupten kann, so nahe wie möglich an
den Sound von Cane zu kommen, dann sind es diese.
Für mich gibt es zur
Zeit Folgende Optionen im Bereich Plastik Reeds auf dem Markt:
Balancetone, Ezeedrone und Cane. Wobei in der Bassbordun sich Cane
und MG bewährt hat. Dennoch werde ich meine Augen und Ohren nach neuen Soundoptionen offen
halten.
Mittwoch, 26. November 2014
Reviews Naill ABW Solo Chanter
Es wird Zeit mal ein paar Reviews zu schreiben (3 schweben mir
vor) von Produkten (verhältnismäßig neu auf dem Markt), die ich in
letzter Zeit ausprobiert habe.
Anfangen möchte ich mit einem D. Naill Solo Chanter, den ich von
jemandem erworben habe, der diesen auf einem Wettbewerb in Österreich
gewonnen hat. Der Preis von knapp 300,- (inkl. Porto nach Dtl.)
schreckte erstmal ab. Aber ich kenne einige Spieler, die einen Naill
Chanter spielen und einen sehr guten Sound mit diesem haben. Ich
selbst habe mit einem Naill Chanter angefangen, spiele z.Z aber
Shepherd. Da ich immer auf der Suche bin nach dem besseren Sound,
wollte ich diesem Chanter eine Chance geben (weiterverkaufen kann man
ja immer noch). Um das Jahr 2007/08 hatte ich einen Naill in der
Hand, der war tonal eine Katastrophe. Seit 2010 habe ich ein älteres
Naill Model, das ich ebenfalls nicht so befriedigend zu Laufen
bringen kann. Man kann also zusammenfassen, dass ich nicht so gute
Erfahrungen habe mit Naill Chanter. Dennoch wollte ich diesem eine
Chance geben und ging auf das Angebot ein.
Als ich ihn dann in den Händen hielt stießen mir zwei Dinge
(eher kosmetischer Natur) ins Auge. Erstens die extrem dicke (ich
weiß nicht wie man das nennt) “Sole” oder “Glocke”... na das
runde dicke Ding am unteren Ende des Chanters eben, an dessen Form
man den Hersteller meist identifizieren kann. Im Laufe der letzten 20
Jahre sind diese Knüppel bei Naill immer dicker geworden. Jetzt haben sie
meines Erachtens die Grenze des ästhetisch Vertretbaren erreicht.
Die zweite Sache, auf die ich ebenfalls überhaupt nicht stehe und
meine, dass dies eher in den Bandbereich (Bandchanter) passt, ist das
Gewinde im Reedseat. Es ist eine Macke von mir, dass ich das Reed
immer parallel zu den Löchern ausrichte. Dies ist mit einem Gewinde
nicht mehr möglich (oder zumindest nur noch bedingt möglich). Hätte
ich das mit dem Gewinde vorher gewusst, hätte ich mir es zweimal
überlegt ihn zu kaufen... was ein Glück habe ich das nicht.
Nachdem ich die Wicklung erneuert und an meinen Stock angepasst habe,
nahm ich ein funktionstüchtiges Reed aus meiner “Reedbatterie”,
setzte es ein und musste feststellen, dass man das Reed extrem tief
setzen muss, damit die Oktave stimmt. Wieder ein Punkt mit dem ich
nicht sonderlich zufrieden bin, da ich denke, dass das Reed einen
gewissen Freiraum im Reedseat braucht, um gut zu funktionieren. Es ist außerdem einfach unbequem und anstrengen das Reed so tief reindrücken zu müssen.
Dann ging es ans einspielen und stimmen der einzelnen Töne und ich
meine, dass der Chanter (wie jedes Naturprodukt in der Pipe) erstmal
ne Weile gespielt werden musste, um sich zu aklimatisieren. Der Pitch
ging, meine ich noch leicht in die Höhe, so dass ich das Reed am
Ende wieder estwas herausdrehen konnte.
Zum Klang: All die vorangegangenen Problemchen ausgeblendet, ist das der
beste Chanter, der mir seit langem unter die Finger gekommen ist. Der
Sound ist brisk, mit einem schönen Timbre in den unteren Tönen und im Zusammenklang mit den Drones sehr Obertonreich (wie Naill das anstellt weiß ich auch nicht). Das
HG/Pibroch HG ist recht gut zu bekommen und stabil. Keine der Töne
scheint zu tief zu sein (aber das kann sich in der kommenden Zeit
noch ändern), was ja als ein Problem bei Naill Chantern bekannt ist
(die flache Bottomhand). Ich habe einen Spaß diesen Chanter zu
spielen. Seit zwei Wochen liegt mein Shepherd, den ich auch sehr
schätze, unberührt auf dem Regal. In HH werde ich diesen Chanter auf der Competition ausprobieren.
Die Chancen stehen gut, dass dieser mein neuer Competition Chanter
für die kommende Saison wird. Man muss sich ja langsam an die Dinger
rantasten und schauen wie sie reagieren.
Kurzes Fazit: Das neue D.-Naill ABW Solo Chanter Model ist ein Top
Instrument und seine 300,-€ auf jeden Fall wert. Doch Achtung: Für Anfänger halte ich das Gerät für nicht so geeignet, da die Einstellungen, sprich das Stimmen und das Setzen von Reeds recht schwer ist und etwas Erfahrung benötigt. Da sind andere Chanter leichter in der Handhabung.
Mal sehen, ob ich in einem Jahr davon immer noch in so hohen Tönen
sprechen werde ;)
Sonntag, 16. November 2014
PDQB
Am Samstag (15.11.14) habe ich mich
einer Prüfung des SQA (früher PDQB, früher Institut of Piping)
unterzogen. Was genau das ist findet man hier: http://www.pdqb.org/
Diese Prüfungen sind staatlich
anerkannt und man kann sich diese Prüfungen, wenn man bestanden hat,
als Credit Points anrechnen lassen. Interessant eigentlich nur für
das schottische Schulsystem. Wer sich in Deutschland dieser Prüfung
unterzieht, hat davon nichts und macht das in der Regel aus eigenem
Interesse an der Arbeit bzw. Vorbereitung darauf, da diese Prüfungen
ein Ziel sein können, worauf man hinarbeitet. Sie zertifizieren
einen gewissen Standard, den man erreicht hat. Was verlangt wird kann
man auf der o.g. Seite unter „Syllabus“ nachlesen. Die Prüfung,
der ich mich unterzogen habe (und deren Ergebnis ich noch nicht habe)
ist die PDQB L6 bzw. SCQF L8 und gleich die höchste Prüfung, die
man machen kann.
Die Sache an diesen Prüfungen ist,
dass sich das System weiter entwickelt hat, aber der Inhalt der
Gleiche ist wie vor 20 Jahren. Man hätte mit der staatlichen
Anerkennung auch gleich die Inhalte überarbeiten sollen, denn was
(gerade theoretisch) verlangt wird, ist didaktisch absoluter
Nonsense. Man fühlt sich wie ein Schüler bei der Strafarbeit.
Schreibe hundert mal den Satz xxx. Denn was genau wird bewiesen, wenn
man zig mal den Crunluath-A Mach in voller Länge (4 Takte werden
verlangt) ausschreiben muss? Was zeige ich, wenn ich aus dem
Gedächtnis ein kompletten Tune aufschreiben kann? Und das
behindertste: Schreibe einen Aufsatz von mindestens 1000 Wörtern
über eine der berühmten Piping-Familien aus dem Kopf! Wenn ich
einen Aufsatz schreiben soll, warum wird mir nicht erlaubt Quellen
vor Ort zu benutzen? Warum muss ich das aus dem Kopf können?
Ich habe schon gehört, dass Prüflinge
durchgefallen sind, weil die Notenschrift von ihnen nicht akkurat
genug war (sprich, Notenhälse waren nicht komplett mit dem Fähnchen
verbunden u.ä.). Auf der andern Seite wiederum finde ich die Teile
sinnvoll, die das Wissen von Canntaireachd und
Piobaireachd-Strukturen vorraussetzen. Das hat zumindest praktischen
Nutzen.
Der erste Canntaireachd, den ich gehört
habe (das war vor 13 Jahren), waren die ersten paar Takte von „The
Groat“. Ich habe die Passage sehr oft gehört und kann diese jetzt
noch auswendig. Es war dann schon irgendwie lustig zu sehen, dass
genau diese Passage in der Prüfung übersetzt werden sollte (also
von den Noten zu den Silben).
Ich bin mal hoch gespannt, wie denen mein theoretischer Teil gefallen hat. Ich kam nicht auf die 1000 Wörter bei dem Aufsatz, aber vielleicht legen sie ja mal mehr Wert auf Qualität als auf Quantität.
Ich bin mal hoch gespannt, wie denen mein theoretischer Teil gefallen hat. Ich kam nicht auf die 1000 Wörter bei dem Aufsatz, aber vielleicht legen sie ja mal mehr Wert auf Qualität als auf Quantität.
Auch sonst muss man dem Syllabus bzw.
dem Institut vorhalten, dass sie zu unspezifisch sind. Es ist nicht
immer ersichtlich, was genau die wollen. Das kann dann bei der
Prüfung selbst zu Verwirrungen führen. Zum Beispiel: Wenn da
verlangt ist, dass man einen kompletten
Pibroch spielen soll und dann der Prüfer zwei verlangt... ja, dann
hätte man sich doch auch entsprechend anders vorbereitet. Oder: Wenn
da steht, „from the tunes submitted“ und es dann heißt, man
solle einen Tune nehmen, den man auch gespielt hat... dito.
Es
scheint einfach in der schottischen Mentalität zu liegen. Während
das in Deutschland nicht durchgehen würde, da alles genau bezeichnet
werden muss, kann man sich dort halt die Freiheit nehmen eben nicht
so spezifisch zu sein. Das ist bei den Games nicht anders.
Daran
muss man sich als Deutscher erst gewöhnen.
Samstag, 8. November 2014
Best sounding Instrument ever
Diese Bezeichnung las ich neulich unter
einem Youtube Video, in dem Jack Lee ein Set spielt. Und ja, er hat
gut gespielt, und nein, das war nicht das jemals beste Instrument. (Jaja, ich weiß, alles
Geschmackssache).
Das beste Instrument, was ich gehört
habe, fand ich auf einer CD, die ich mir vor Kurzem gekauft habe.
Nein, es ist nicht Donald MacPhersons lägendäre Pipe und auch nicht
die von Roddy MacLeod. Es war das Instrument von Robert U. Brown. Die
besagte CD ist das letzte Album in der Reihe „Masters of
Piobaireachd“ (Vol. 10). Auf dieser spielt er das Stück „You‘re
Welcome Ewen of Lochiel“ in voller Länge.
Ich kann es nicht so gut beschreiben, aber der Pitch und die Balance von diesem Instrument waren so am Ideal, wie es meiner Meinung nach nicht mehr geht. Insbesondere heutzutage mit den hochgepitchten Instrumenten ist dieser tiefe sonore Klang nicht mehr zu schaffen. Hinzu kommt aber auch das Stück, das wie geschaffen ist für dieses Instrument. Mit vielen LGs und monotonen, repetitiven Elementen (was im Pibroch ja nicht selten ist).
Das war das „best sounding instrument ever“, was ich je gehört habe.
Dienstag, 4. November 2014
Relation between Language, Song and Music
Hier mal wieder der Beweis, dass die Musik nicht zu trennen ist von der Sprache!
Letztlich hängt alles miteinander zusammen.
144
Das war meine Startnummer bei meiner
ersten Teilnahme der Anual Scottish Piping Society of London
Competition, bei der auch um den Bratach Gorm gespielt wird.
Ich habe beim Packen natürlich an
alles gedacht... außer an den Fotoaparat. Somit kann ich leider
keine Bilder posten.
In erster Linie war meine Motivation
für die Teilnahme, dass ich sehen wollte, ob die Platzierung in
Perth diesen Sommer Glück war oder ob ich es wirklich kann. Leider
scheint ersteres der Fall zu sein und ich frage mich ernsthaft, ob
ich nicht einfach schon zu alt bin und zu spät angefangen habe, um
eine professionelle „Karriere“ als Piper zu führen.
Seit Wochen/Monaten arbeite ich an
meiner Fingertechnik und meinem Sound, nur um feststellen zu müssen,
dass sich zwar was bessert aber 1.) sich doch immer wieder alte
Fehler und Gewohnheiten, gerade in Stresssituationen einschleichen
und 2.) diese Besserungen so kleinschrittig sind, dass ich mich
fragen muss, ob ich bis zum Ende meines Lebens auf ein vermeintliches
A-Grad Niveau bringen kann. Es ist ja nicht so, dass ich mit 9 Jahren
angefangen unter professioneller Anleitung (also mit Unterricht) zu
pipen. Mangelnder Unterricht und unkonstantes Üben (in einer großen
Zeit dazwischen) hängen mir nun stark nach.
Was den Sound anlangt: Es ist mir ein
Rätsel wie man einen Sound produzieren kann, wie es ein Roddy
MacLeod oder Gordon Walker und Konsorten es schaffen.
Ich weiß auch nicht woran es liegt,
aber ich habe große Probleme mein Instrument bei Indoor Events zu
kontrollieren. Andererseits kann es draußen regnen wie Sau und meine
Pipe hält die Stimmung den Pibroch über. Aber in Hamburg, Friedberg
und diesmal London die Pipe zu tunen fällt mir so schwer.
Erschwerend kommt in London hinzu, und da haben wir es hier in
Deutschland so dermaßen gut, dass man erst nach London fahren muss,
um es wertschätzen zu lernen, dass man auf der Bühne nur 3 Minuten
Zeit hat sein Instrument zustimmen (inklusive Leucht-/Zeitanzeige und
ggf. Bühnenverweis). Gut, bei z.T. mehr als 30 Teilnehmern pro Event
allein im C-Grad absolut verständlich. Die Veranstaltung zog sich
auch so schon von 8:30 – 21 Uhr.
Kurz, ich konnte meine Leistung von
Perth nicht halten oder ausbauen. Ich hatte arge Probleme mit den
Nerven, mit dem Instrument und dadurch angespannte Fingern. Es war
sozusagen nicht mein Tag.
Die Kritik auf den Sheets war dennoch nicht so hart wie ich am Ende dachte, dass sie es wird.
In der Lightmusic wurde mir meine "Performance Assessment - relative to standard required for grade" mit "at standard" bescheinigt. Gut zu wissen. Die Technik scheint auch nicht so schlimm zu sein, wie es sich beim Spielen angefühlt hat. Der Judge schrieb dazu: "Embellishments generally well executed". Na immerhin.
Ob ich nächstes Jahr wieder teilnehme weiß ich noch nicht. Der Aufwand ist letztlich nicht größer, wenn auch kostspieliger, als nach Hamburg zu reisen.
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